Professionell bewerben – die Chancen auf einen Job erhöhen

By | 17. August 2015

Schickt man eine Bewerbung ab, sollte man immer bedenken dass sich möglicherweise 100 oder mehr Menschen um ein und denselben Job bewerben. Es gilt also, sich so gut wie möglich zu verkaufen und die Personalverantwortlichen auf die eigene Person aufmerksam zu machen. Die meisten Firmen erwarten heute Bewerbungen per E-Mail. Somit wird Papier und Porto gespart, außerdem trägt man zur Müllvermeidung aktiv bei. Allerdings sind bei online Bewerbungen einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Eine neutrale E-Mail Adresse anlegen – am seriösesten wirken Adressen, die Vor- und Nachname enthalten
  • Sämtliche Beilagen in einem pdf. File zusammenfassen, selten nehmen sich Mitarbeiter im Personalbüro die Zeit, viele verschiedene Attachments zu öffnen
  • Kurz halten – das gesamte Attachment sollte 2 MB nicht überschreiten
  • Die Referenznummer der Annonce (falls vorhanden) am besten schon in der Betreffzeile vermerken, so kann das Mail rasch zugeordnet werden
  • Sorgfältig Korrekturlesen – strotzt die Bewerbung vor Rechtschreibfehlern, landet sie garantiert im virtuellen Papierkorb

Einen Sonderfall stellen online Formulare dar. Große Firmen, die jährlich mehrere tausend Bewerbungen erreichen, fordern Bewerber auf, ihre persönlichen Details in ein spezielles Formular einzutragen. Diesen Dienst sollte man auf jeden Fall nutzen. Da man bei diesem Bewerbungs-Tool möglicherweise durch mehrere Schritte geführt wird, sollte man eine stabile Internetverbindung sicherstellen. Stürzt das Programm zwischendurch ab, muss man die Fragen eventuell gleich noch einmal ausfüllen. Bei vielen dieser Fragebögen besteht die Möglichkeit, Dateien mitzuschicken. Wichtig ist, den Lebenslauf oder andere Anhänge in einem Format zu speichern, das mit dem online Bewerbungstool kompatibel ist.

Grundsätzliches für die Bewerbung

Egal ob man sich per Post oder E-Mail für eine Stelle bewirbt, die Unterlagen müssen einen seriösen Eindruck machen. Individuelle Unterlagen, die sich von der Masse abheben, werden von Personalverantwortlichen sorgfältiger gecheckt als Floskeln, die einfach von Musterbriefen im Internet abgeschrieben wurden. Wer seine Dokumente per Post verschickt verwendet am besten Adressetiketten für den professionellen Versand von Bewerbungsschreiben. Jedem Bewerbungsschreiben sollte ein aktuelles Foto beigelegt werden. Dabei sollte es sich nicht um einen Schnappschuss vom letzten Urlaub oder von einer Party handeln. Beim Motivationsschreiben sollte dem Personalverantwortlichen vermittelt werden, warum man selbst ideale Voraussetzungen für den Job mitbringt und sich von der Konkurrenz abhebt. Dabei geht man am besten auf die Anforderungen ein, die laut Inserat von Interessenten verlangt werden.

Das Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine A4 Seite sein. Ist in der Anzeige eine Kontaktperson genannt, sollte man diese mit Namen ansprechen. Am besten gestaltet man sämtliche Bewerbungsunterlagen im selben Format. Die Schriftart und das Layout von Motivationsschreiben und Lebenslauf sollten sich nicht gravierend unterscheiden. Wichtig ist, beim Motivationsschreiben einen guten Einstieg zu finden, der Lust zum Weiterlesen macht. Die übliche Floskel „hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige vom….“ haben Personalverantwortliche schon tausende Male gelesen.

Natürlich hängt der Stil der Bewerbung von der ausgeschriebenen Stelle ab. Bewirbt man sich als kreativer Kopf in einer Werbeagentur, kann das Schreiben ausgefallener gestaltet sein als wenn man in einer Bank arbeiten möchte. Beim Lebenslauf bleibt man besser bei der Wahrheit und gibt nur Kenntnisse an, die man gut abrufen kann. Hat man zum Beispiel während der Schulzeit ein Jahr beim Spanischunterricht verbracht, wären „fließende Spanischkenntnisse in Wort und Schrift“ wohl übertrieben. Genauso wenig wie beim Vorstellungstermin sollte man sich beim Schreiben der Bewerbungsunterlagen verstellen.

Wer authentisch rüberkommt, hat die besten Chancen bei Personalchefs. Da man dazu neigt, Fehler in selbst geschriebenen Texten zu überlesen, lässt man eine außenstehende Person sämtliche Dokumente prüfen.


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