Bewerbungsgespräch im Ausland

By | 23. Februar 2016

Bewerbungsgespräche im Ausland sind nicht immer einfach. Neben der Landessprache und den landesüblichen Umgangsformen (wie beispielsweise der Begrüßung) gibt es weitere Kriterien die es zu beachten gilt.

Hier nun ein kurzer Überblick:

Die Bewerbungsunterlagen

Neben dem ersten Schritt, der Übersetzung des Lebenslaufs in die Landessprache, ist auch die restliche Gliederung zu beachten. Das Datumsformat und Länge eines Lebenslaufs können sich von Land zu Land wesentlich unterscheiden.

Im anglo-amerikanischen Raum (Großbritannien, Irland, Kanada, USA) wird der Lebenslauf nach der zuletzt ausgeführten Tätigkeit – also in chronologisch absteigender Reihenfolge – aufgelistet.

Wichtig bei Wörtern im deutschen Sprachraum ist die passende Übersetzung. Wenngleich es manchmal vorkommt, dass es für das deutsche Wort keine englische Bezeichnung gibt wie im Falle von „Abitur“ bzw. „Matura“ oder „Magister“ so erweist es sich als günstig, wenn Sie für die englische Bewerbung hier am besten den deutschen Ausdruck und in Klammer das englische Äquivalent „Matura (equivalent of A-level)“ verwenden.

Des Weiteren empfiehlt es sich, versierte Freunde, Bekannte oder ehem. Lehrer auf den übersetzen Lebenslauf oder das Bewerbungsschreiben einen Blick werfen zu lassen, um peinliche Fehler zu vermeiden.

Das Unternehmen

Arbeitgeber wollen oft herausfinden, ob man sich wirklich für ihr Unternehmen interessiert. Besonders bei Vorstellungsgesprächen im Ausland sollte daher nichts dem Zufall überlassen werden. Deshalb gilt es, schon im Vorfeld möglichst viel über das Unternehmen herauszufinden, um vorbereitet zu sein. In erster Linie bietet sich hierbei das Internet zwecks Recherche an, doch wenn sich auf anderen Wegen (wie z.B. über Broschüren, Zeitungen oder Bekannte von Bekannten) noch mehr in Erfahrung bringen lässt, umso besser.

Die Anreise und die Zeitspanne

Pünktlichkeit wird in jedem Land geschätzt. Auch im Ausland ist es daher wichtig, pünktlich zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Deshalb ist eine rechtzeitige Anreise unumgänglich. Am besten bereits einen Tag vorher, damit der Stress der rechtzeitigen Ankunft wegfällt.

Je länger die Anreise, desto wichtiger ist die Planung. Insbesondere für den (noch unbekannten) Anfahrtsweg zum Unternehmen ist eine großzügige Zeitspanne einzuplanen, denn unvorhergesehene Komplikationen sind nie gänzlich auszuschließen.

Je nachdem, um welches Land es sich handelt, kann es nötig werden, ein Visum zu beantragen. Auch für eine eventuell längeren Aufenthalt zum Probearbeiten sollte ein Visa Service hinzugezogen werden. Infos dazu gibt es auf http://www.visasunited.de/.

Die Kleidung

Je nach zu besetzender Position gelten unterschiedliche Normen bezüglich der Kleidung. Grundsätzlich sollte das äußere Erscheinungsbild gepflegt, ordentlich und sauber sein. Selbst wenn die Abreise am selben Tag erfolgt, empfiehlt es sich, Ersatzkleidung mitzunehmen, um auch hier unvorhergesehenen Situationen entgegenzuwirken. Insbesondere in heißen Ländern machen Schweißflecken kein schönes Bild. (Außerdem signalisieren diese Nervosität.)

Der Kostenfaktor

Manchmal hat man Glück und der potentielle ausländische Arbeitgeber übernimmt die anfallenden An- und Abreisekosten eines Bewerbers. Aber nicht immer ist diese Kostenerstattung selbstverständlich. Deshalb sollte diese Frage gleich zu Beginn der Reiseplanung geklärt werden.

Auch beim Arbeitsamt (im Falle einer aktuellen Arbeitslosmeldung) ist es möglich, einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen. Das muss jedoch mit dem jeweiligen Arbeitsamt abgeklärt werden und des Weiteren muss dieser im Falle des Falles auch rechtzeitig gestellt werden.

Für längere Aufenthalte müsste auch die Kosten für das Visum mit eingerechnet werden. Hier lohnt es sich, vorab im Internet Erkundigungen beim Visa Service einzuholen.

Der Arbeitsbeginn

Formalitäten und Organisatiorisches wie Arbeitserlaubnis, Visum und Wohnmöglichkeit je nach Land auch viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen können. Deshalb unbedingt rechtzeitig mit dem Weiterdenken und der Planung beginnen.

Bild: #86745046; Geschäftsreisender mit Koffer telefoniert im Flughafen © Visions-AD


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