Tabellarischer Lebenslauf – Zusammenfassung


Der Lebenslauf ist eines der wichtigsten Elemente einer Bewerbung. In vielen Fällen ist er sogar das einzige, was der Personaler oder zukünftige Chef wirklich in die Hand nimmt. Der Grund ist einfach: Zeitknappheit. Wenn ich als gestresster Manager einen schnellen Überblick über die Befähigung des Kandidaten erlangen möchte, dann bietet der Lebenslauf das auf jeden Fall. Idealerweise ist auf den ersten Blick ersichtlich, welche Ausbildung und Berufserfahrung der Kandidat hat. Wer also wichtige Kenntnisse, Tätigkeiten usw. im Lebenslauf vergisst, der kann damit schon den Misserfolg der Bewerbung einleiten.

In der Praxis wird für Bewerbungen meist ein tabellarischer Lebenslauf eingesetzt. Dieser unterstützt durch eine möglichst logische und übersichtliche Anordnung den schnellen Überblick. Mit visuellen Hervorhebungen (sparsam eingesetzt) kann die Aufmerksamkeit des Lesers genau auf die Punkte kanalisiert werden, die man selber als wichtig für die Position erachtet.

    Mögliche Punkte, die man hervorheben sollte:

  • Thema der Abschlussarbeit (Master, Diplom…)
  • Wer sich kurz nach dem Studium auf einen Job bewirbt, der kann naturgemäß noch nicht viel Praxiserfahrung ins Rennen werfen. Eine Möglichkeit, sich hier für den Leser interessant zu machen, ist das Thema der Abschlussarbeit. Wenn das grob zur Stelle passt und deutlich wird, dass mit der theoretischen Arbeit sogar ein Zugewinn an Ideen für die neue Stelle möglich ist, dann kann das durchaus Eindruck machen. In dem Fall lohnt sich eine visuelle Hervorhebung.

  • Relevante Praktika und Berufserfahrung
  • Wer über mehrere Praktika und berufliche Stationen verfügt, der kann genau die visuell hervorheben, die für die aktuelle Stelle interessant sind. Auch hier gilt: je mehr man hervorhebt, desto weniger wirkt das noch. Die Gefahr einer Reizüberflutung besteht. Wer nur über wenige Stationen verfügt braucht sicherlich keine hervorzuheben. Wer dagegen bereits viel Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen gesammelt hat, sollte diese Möglichkeit der Visualisierung nutzen

  • Relevante Tätigkeiten
  • Wenn bei bestimmten beruflichen Stationen nur gewisse Tätigkeiten zu der Stelle passen, auf die man sich bewirbt, dann kann es sich lohnen, diese hervorzuheben. So kann eine Art roter Faden im Lebenslauf erzeugt werden. Verschiedenen Tätigkeitsbereiche bei verschiedenen beruflichen Stationen erzeugen dann das Bild, dass man ein gewisses Spezialistentum für die aktuelle Stelle angehäuft hat.

Unterschied tabellarischer Lebenslauf – ausführlicher Lebenslauf

Wie der Name schon vermuten lässt stellt der tabelarische Lebenslauf die Stationen kurz und geordnet dar. Angegeben werden die wichtigsten Zahlen und Fakten. Eine ausführliche Erklärung oder Beschreibung findet nicht statt. Es wird sich im Großen und Ganzen auf Stichpunkte beschränkt. Diese tabellarische Form wird bei den meisten Bewerbungen verwendet. Sie dient dazu, die wichtigsten Informationen schnell und der Reihe nach zu überblicken. In erster Linie soll so dem Leser Zeit erspart werden.

Der Ausführliche Lebenslauf zeigt die Fakten in einer ausführlich geschriebenen Form. Man kann fast von einer kleinen Geschichte oder Biografie sprechen. Die Daten und Fakten werden also nicht einfasch geordnet aufgeführt, sondern mit Worten umschrieben.

Typisch für tabellarischen Lebenslauf:

  • „10/2002 – 8/2006 – Studium der Informatik an der xxxx Hochschule. Abschluss: Bachelor. Note: 2,3. Thema der Arbeit: Algorithmen für Verkehrssteuerungssysteme“

Typisch für ausführlichen Lebenslauf:

  • „Von Oktober 2002 bis August 2006 habe ich an der xxxx Hochschule Informatik studiert. Dieses Studium konnte ich erfolgreich mit einem Bachelor abschließen. Für meine Abschlussarbeit habe ich das Thema Algorithmen für Verkehrssteuerungssysteme gewählt. Dafür konnte ich die Abschlussnote 2,3 erreichen.“

Es wird deutlich, dass die ausführliche Variante des Lebenslaufs nur für manche Branchen und Jobangebote Sinn macht. Denkbar ist eine Bewerbung mit einem solchen Lebenslauf in der Journalistik oder anderen Kreativbranchen. Hier geht es um die Textsicherheit des Kandidaten und um die Fähigkeit, gewöhnliche Inhalte so zu formulieren, dass sie für den Leser interessant sind. Der ausführliche Lebenslauf wäre in dem Fall schon eine Art Arbeitsprobe, anhand derer man einige Fähigkeiten erahnen kann.

Welche Punkte kommen in einen tabellarischen Lebenslauf

  • Persönliche Daten
  • Name, Adresse, Telefon, Eltern (freiwillig bei Schülerlebenslauf), Konfession (freiwillig)

  • Schulische Ausbildung
  • Besuchte Schulen (von wann bis wann, Monat/Jahr), Abschluss, Note

  • Pflichtdienst
  • Werhdienst oder Zivildienst (von wann bis wann), Name der Einrichtung, Tätigkeiten

  • Ausbildung / Studium
  • Stationen der Ausbildung / Studium (von wann bis wann), Einrichtung, Ausbildung oder Name des Studiengangs, Abschlussnote, bei Studium Titel der Abschlussarbeit

  • Praktika
  • Firma / Einrichtung, von wann bis wann, Tätigkeiten

  • Berufliche Stationen
  • wo habe ich gearbeitet, von wann bis wann, Firma, Teilzeit (wenn zutreffend), Positionsbezeichnung, Tätigkeiten, evtl. Zahl der Mitarbeiter, für die man Führungsverantwortung hatte

  • Weiterbildung / Zertifikate
  • Welche Weiterbildungen, Zertifikate kann ich vorweisen?, von wann bis wann, Name der Weiterbildung, Bildungsanbieter, Inhalte, Note (Zertifikate selber kommen in den Anhang)

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