Stellenbewerbung im Ausland – die wichtigsten Tipps

By | 9. April 2018

Die Welt wird immer internationaler – immer mehr junge Menschen können sich vorstellen, im Ausland zu studieren oder später einmal fern von der Heimat zu arbeiten. Die Gründe dafür sind verschieden, oft möchte man einfach neue Erfahrungen sammeln, andere wiederum sehen im Ausland bessere Jobchancen. Egal warum man sich für einen Job im Ausland interessiert, wichtig ist beim Bewerbungsgespräch besondere Sorgfalt walten zu lassen. Flüchtigkeitsfehler sind immer ein absolutes No-Go, egal ob man sich in Deutschland oder im Ausland um einen Job bewirbt. Personalchefs geben sogar an, fehlerhafte Bewerbungsschreiben sofort auszusortieren, egal ob der Kandidat für die Stelle geeignet wäre oder nicht. Tipp- und Rechtsschreibfehler wirken schlampig und unseriös.

Generelle Tipps für das Arbeiten im Ausland

Die Motivation, im Ausland zu arbeiten, ist bei jedem eine andere. Manche möchten einfach für einige Jahre dem kalten Winterwetter Mitteleuropas entfliehen und heuern auf einem Kreuzfahrtschiff oder einem Club im Süden an. Andere wiederum möchten ihre späteren Karrierechancen verbessern, Erfahrung in einem internationalen Umfeld lohnt sich meistens. Manchmal zieht auch die Liebe Menschen in ein anderes Land. Egal aus welchem Grund man sich für diesen großen Schritt entscheidet, wichtig ist die Gepflogenheiten im Ausland zu kennen. Nicht überall ist es zum Beispiel üblich, alle Zeugnisse mitzuschicken. Sollten diese dennoch gefragt sein, sollte man einen Profi mit der Übersetzung von Zeugnissen beauftragen. Die Fassung in der Zielsprache sollte immerhin fehlerfrei sein, manchmal werden sogar beglaubigte Übersetzungen von Universitätsabschlüssen gefordert. Diese können nur von einem gerichtlich zertifizierten Dolmetscher angefertigt werden. Wichtig ist, sich vor dem Abschicken der Übersetzung zu informieren, welche Dokumente bei Bewerbungen im jeweiligen Land gefordert sind, hier eine Auswahl:

  • Motivationsschreiben
  • Lebenslauf (CV) – tabellarisch oder ausformuliert
  • Foto
  • Referenzen
  • Zeugnisse – Schule, Universität
  • Arbeitszugnisse oder Bescheinigungen
  • Führungszeugnis
  • Nachweis über Sprachkenntnisse

Manche möchten einfach nur internationale Erfahrungen sammeln, ganz egal wo. Für diese Personengruppe ist es empfehlenswert, sich mit dem Arbeitsmarkt verschiedener Länder zu befassen. In Staaten mit hoher Arbeitslosigkeit sieht man sich mit einer enormen Konkurrenz aus dem Inland konfrontiert. Dafür gibt es andere Länder mit einem nachgewiesenen Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen. Hat man spezifische Kenntnisse in einem bestimmten Berufsfeld, wird es leichter sein im Ausland Fuß zu fassen.

Besonders wichtig: die Vorzüge herausstreichen

Jeder Mensch ist einzigartig und punktet mit besonderen Charaktereigenschaften. Genau diese gilt es bei einem Bewerbungsschreiben herauszustreichen. Wenn man sich für eine Stelle im Ausland bewirbt, sieht man sich mit noch mehr Konkurrenz konfrontiert als innerhalb Deutschlands. Schließlich spielt neben den beruflichen Qualifikationen auch die Sprachbarrieren eine entscheidende Rolle. In manchen Branchen ist es besonders vorteilhaft, die Muttersprache Deutsch besonders hervorzugeben, besonders im Tourismussektor also:

  • In Hotels
  • In großen Restaurants
  • Auf Flughäfen
  • In großen Freizeitparks
  • Bei Fluglinien

Auch bei Unternehmen mit Firmensitz in Deutschland macht es Sinn, die Muttersprache hervorzugeben. Schließlich unterhalten viele große deutsche Unternehmen auch Filialen in anderen Ländern. Oft wird von ausländischen Bewerbern ein Nachweis der Sprachenkompetenz verlangt. Immerhin muss man sich im Berufsleben in der Konzernsprache gut ausdrücken können, um erfolgreich arbeiten zu können. Bei der Angabe im Lebenslauf, wie gut man eine Fremdsprache spricht, lohnt es sich bei der Wahrheit zu bleiben. Spätestens beim Bewerbungsgespräch fällt es auf, wenn man in der Landessprache nicht sattelfest ist. Schulkenntnisse reichen meistens nicht aus, um bei einem Bewerbungsgespräch im Ausland Erfolg zu haben.

Professionell bewerben – wichtige Tipps

Selbst wenn man sich in einer Sprache gut ausdrücken kann, lohnt es sich auf professionelle Übersetzungen von Bewerbungen zu setzen. Immerhin kann jeder Grammatik- und Rechtschreibfehler gravierende Auswirkungen auf die Karriere haben. Fehlerhafte Unterlagen landen in den Büros von Personalchefs schnell im Mistkübel und werden gar nicht richtig gelesen. Bei einer professionellen Bewerbung werden die richtigen Floskeln verwendet, um den Bewerber bestmöglich zu präsentieren. Wichtig dafür ist jedoch, dass man erst einmal einen guten CV und ein überzeugendes Motivationsschreiben auf Deutsch verfasst. Schließlich arbeitet der Übersetzer mit dem Ausgangsdokument als Basis. Interessiert man sich für eine Stelle im Ausland, sollte man sich nicht auf die online Übersetzungsdienste verlassen, die man kostenlos über das Internet nutzen kann. Die daraus resultierenden Texte wirken oft holprig und sind kaum dazu geeignet, Personalchefs zu überzeugen. Wichtig ist, nicht zu ausschweifend zu formulieren. Das Motivationsschreiben sollte nicht mehr als zwei Seiten betragen, im Lebenslauf sollte man mit maximal drei Seiten auskommen. Oft wird auch ein internationaler Lebenslauf nach einer bestimmten Vorlage verlangt. Dann sollte man unbedingt das vorgegebene Format verwenden, selbst wenn es einigen Aufwand bedeutet, das Formular neu auszufüllen. Auch wenn man noch so viel zu sagen hat, sollte beim Verfassen der Bewerbungsunterlagen bedacht werden, dass Personalchefs mit einer Fülle von Bewerbern konfrontiert sind. Bei Firmen aus dem Ausland läuft das Bewerbungsgespräch manchmal auch über virtuelle Medien wie Skype o.ä. Dann erspart man sich die Kosten für die Anreise und kann sich dennoch persönlich präsentieren.


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