Ja oder Nein zur Gewerkschaft?

By | 10. Januar 2017

Kann man sich mehr Sicherheit für seine Arbeitsstelle mit der Mitgliedschaft bei einer Gewerkschaft verschaffen? Diese Frage stellen sich vielleicht einige Menschen. Sicher haben die Meisten schon etwas über Gewerkschaften gehört, aber nicht jeder ist aktives Mitglied in einer. Mittlerweile gibt es mehrere Gewerkschaften. Die Bekanntesten sind wohl: IG Metall, Verdi und NGG.

Den Gewerkschaften haben wir vieles zu verdanken. Sie setzen sich für höhere Löhne ein, bemühen sich um bessere Arbeitsbedingungen und wollen erreichen, dass Arbeitnehmer mehr Mitbestimmungsrechte in den Betrieben bekommen. Sie arbeiten an Arbeitszeitverkürzungen und sind maßgeblich daran beteiligt, als Verhandlungspartner der Arbeitgeberverbände überbetriebliche Tarifverträge abzuschließen. Notfalls werden dafür auch Streiks und Boykotts zur Hilfe gezogen. Gewerkschaften möchten als Vertreter ihrer Mitglieder erreichen, dass Unternehmensgewinne auch eingesetzt werden, Löhne zu verbessern und Arbeitsbedingungen Angestellten-freundlicher zu gestalten. Da die Unternehmensführung eher die Interessen der Inhaber und Aktionäre im Auge hat, sollten Gewerkschaften und Firmenleitungen für ein ausgewogenes Gleichgewicht bei den beiden unterschiedlichen Interessenseiten sorgen.

Was könnte vielleicht gegen eine Mitgliedschaft bei einer Gewerkschaft sprechen?

An für sich geht es meistens um die Kosten-/Nutzen-Frage. Für eine Mitgliedschaft zahlt man ein Prozent von dem Bruttolohn als Mitgliedergebühr. Eventuell benötigt man aber die Hilfe der Gewerkschaft gar nicht oder nur zu selten. So kann das Verhältnis mit dem Arbeitgeber durchaus schon ohne die Hilfe der Gewerkschaft ausgesprochen gut sein und die Bedingungen sehr akzeptable und fair sein. Daher stellt sich die Frage, ob sich da überhaupt eine Mitgliedschaft lohnt. Auch könnte sich herausstellen, dass man vielleicht mit dem, was die Gewerkschaft fordert, selber überhaupt nicht einverstanden ist oder man bei der Lobbyarbeit nicht der gleichen Meinung ist.

Kündigung einer Verdi Mitgliedschaft – das muss man beachten

Wenn man nun feststellt, dass man eigentlich sehr zufrieden in seinem Betrieb ist, besteht durchaus die berechtigte Frage, ob man seine Gewerkschaftsmitgliedschaft nicht besser kündigen sollte. Möchten man diese also wirklich beenden, so kann man die Verdi Kündigung online vornehmen und sich so die nicht ganz unerheblichen Beiträge einsparen.

Was hat man als Einzelner für Vorteile bei einer Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft?

Der größte Vorteil liegt bestimmt darin, dass nur die Gewerkschaften Tarifverträge aushandeln können. Wenn ein Betrieb über ausreichend viele Gewerkschaftsmitglieder verfügt, kann die Gewerkschaft auch aktiv werden. Im Streikfalle bekommen nur die Gewerkschaftsmitglieder auch Streikgeld. Alle anderen würden nichts bekommen.

Darüber hinaus können die Gewerkschaften auch einzelnen Personen mit Rat und Tipps zur Seite stehen. Auch falls im schlimmsten Fall ein Anwalt benötigt wird, können die Gewerkschaften dabei Unterstürzung leisten. Bei Gericht ist die arbeitsrechtliche Betreuung möglich und stellt somit einen großen Vorteil da, den man als Mitglied genießen kann. Durch die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft hat man mehr Einfluss auf die Betriebsführung als einzelner Arbeitnehmer. Man ist also nicht nur ein rein zahlendes Mitglied, sondern kann sich auch aktiv bei seiner Gewerkschaft mit einbringen.

Da die Arbeitgeber sich in der Regel auch organisiert haben, entsteht durch die Gewerkschaften eine ebenbürtige Gegenkraft, die zum Ausgleich der Interessenlagen sorgen kann. Für manche ist das schon ein Grund, ein Gewerkschaftsmitglied zu sein. Da spielt dann der einzelne Vorteil gar keine so große Rolle, sondern das Interesse vieler steht im Vordergrund.


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