E-Lerning – die Zukunft in der Ausbildung

By | 30. Oktober 2017

Eine gute Ausbildung ist für den weiteren Lebensweg entscheidend, darin sind sich die Experten einig. Nur wer sich fundierte Kenntnisse in einem Bereich angeeignet hat, wird auch in der Zukunft eine Chance am Jobmarkt bekommen. Auf jede offene Stelle bewerben sich dutzende oder hunderte Personen, meist bewirbt man sich per E-Mail und die Mitarbeiter der Personalabteilung schätzen anhand der eingereichten Dokumente ab, ob sich ein Kandidat für den ausgeschriebenen Posten eignet.

Für Menschen, die in der Schule einfach keine Lust mehr zum Lernen hatten, ist der Zug noch lange nicht abgefahren. Es gibt zahlreiche Ausbildungswege für Erwachsene. Egal ob man den Hauptschulabschluss nachholen, das Abitur machen möchte oder eine Zusatzqualifikation anstrebt, die Auswahl an Angeboten ist riesig. Dabei stehen sowohl traditionelle Kurse als auch online Learning Optionen zur Auswahl. Welches Modell für den einzelnen am besten geeignet ist, hängt unter anderem von der eigenen Lerndisziplin und vom Wohnort ab. Eines ist sicher: Fernlehrgänge boomen, weil sie viele Vorteile bieten.

Was ist ein online-learning überhaupt?

Unter e-learning versteht man eigentlich jede Art des elektronisch unterstützen Lernens. In der heutigen Zeit wird dafür meistens ein Computer, Laptop oder Tablet verwendet. In den letzten Jahren ist das Smartphone als wichtiges Lerntool dazugekommen. Immerhin nutzen im Jahr 2016 schon 87 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre die hilfreichen Multifunktionstelefone. In der heutigen Zeit, wo das Internet schon Einzug in fast jeden Haushalt gezogen hat, ist e-learning noch beliebter geworden. Man findet online zahlreiche Webseiten, die sich auf Wissensvermittlung spezialisiert haben.

Übungen zum Sprachenlernen und für viele andere Fachgebiete kann man sich sogar völlig kostenlos aneignen. Eine weitere Form des elektronischen Lernens sind die Youtube-Videos. Heute kann man über den Videochannel sogar schon virtuell Nachhilfeunterricht nehmen. Online Learning ermöglicht vielen Menschen einen Zugang zur Aus- und Weiterbildung, die ohne diese moderne Methode vielleicht niemals einen Kurs besucht hätten. Wenn man sich für eine gesamte Ausbildung wie zum Beispiel das Nachholen eines Schulabschlusses entscheidet, fallen meist Kosten an. Diese sind in der Regel jedoch geringer als beim traditionellen Unterricht. Die Fernlehrgänge beinhalten alle Fächer, die man auch beim Unterricht im Klassenzimmer nachholen müsste.

Warum e-learning?

Nicht immer ist es möglich, einen Kurs zu belegen, wo man jede Woche zur selben Zeit am selben Ort sein muss. Manche wohnen weit von der nächsten größeren Stadt entfernt und können so Weiterbildungsangebote nicht wirklich nutzen. E-Learning bietet die Möglichkeit, sich unabhängig vom Wohnort weiterzubilden. Hier noch weitere Vorzüge im Überblick:

  • Das Lerntempo wird selbst bestimmt
  • Man kann aussuchen, wann man lernen möchte
  • Die Inhalte können meist beliebig wiederholt werden
  • Oft sind verschiede Lernmethoden integriert: Lesen, Hörbeispiele, Videos, etc
  • Keine langen Anfahrtswege notwendig

Wer sich für ein e-learning Programm entscheidet, spart Zeit und oft auch Geld. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man das nötige technische Equipment bereits zu Hause hat. Wer extra für die Aus- oder Weiterbildung Geld für einen PC oder Laptop und möglicherweise noch in einen Internetanschluss investieren muss, steigt weit weniger günstig aus. Auf jeden Fall ist es ein großer Vorteil, dass man beim Fernstudium das Haus nicht verlassen muss. Selbst wenn man in einer größeren Stadt wohnt, wo es zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten gibt, befinden sich die Schulen und Institute nicht immer vor der Haustüre. In der Zeit, die man mit mühsamen Anfahrtswegen verschwendet, kann man beim E-Learning schon wichtige Kapitel abschließen.

Was ist beim e-learning zu beachten?

Interessiert man sich zum Beispiel für einen Fernlehrgang um den Hauptschulabschluss nachzuholen, sollte man einige wichtige Punkte beachten. Wichtig ist, sich über den Zeitrahmen der Ausbildung im Klaren zu sein. Oft ist anders als bei traditionellem Unterricht, das Lerntempo individuell zu gestalten. Man kann Urlaube und Wochenenden dazu nutzen, intensiv Inhalte zu pauken, dafür in Zeiten wo es im Beruf oder im Familienleben stressig zugeht etwas kürzer treten. Wann man abschließt, hängt von der Selbstdisziplin und davon ab, was man außer der Ausbildung noch zu erledigen hat. Wenn man sich für einen Lehrgang interessiert, sollte man sich nicht gleich für den erstbesten Anbieter entscheiden. Ideal ist es, Detailinformationen von verschiedenen Instituten einzuholen.

Selbstdisziplin gefragt

E-learning ist nicht für jeden Typ Mensch gleichermaßen gut geeignet. Immerhin ist einiges an Selbstdisziplin nötig. Man muss sich auch dann zum Laptop oder PC setzen, wenn andere ihre Freizeit genießen. Außerdem hat man nicht wie in einem Klassenzimmer permanent einen Ansprechpartner zur Verfügung. Für auftretende Fragen gibt es auch beim Fernstudium Kontaktpersonen, allerdings bekommt man in der Regel nicht so schnell eine Antwort wie beim Frontalunterricht. Manche brauchen den Rahmen eines Klassenzimmers und den Austausch mit Schul- oder Studienkollegen, um gut lernen zu können. Wer stets nach Bestätigung sucht und sehr unsicher ist, wird sich möglicherweise in einem traditionellen Kurs wohler fühlen.


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