Alle Unterlagen beisammen?


Die Bewerbungsunterlagen sind das A und O in einem erfolgreichen Bewerbungsprozess. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass der Leser zugleich der potenzielle Chef sein könnte. Dieser hat bestimmte Vorstellungen, wie sein perfekter Kandidat aussehen sollte. Damit ist nicht unbedingt das Visuelle gemeint. Doch auch das spielt in zwischenmenschlichen Beziehungen eine Rolle. Ein Bewerbungsfoto ist in den Bewerbungsunterlagen zwar keine Pflicht, sollte aber zur Verbesserung der Chancen beigelegt werden. Daneben gibt es noch weitere Bestandteile, die nicht fehlen sollten.

Das sollte in den Bewerbungsunterlagen nicht fehlen:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Foto
  • Zeugnisse (als Kopie, Ausbildung, Studium, Praktika, Arbeit)
  • Weiterbildungen / Zertifikate
  • Arbeitsproben (wenn der Job das erforderlich macht)

Nicht zu vernachlässigen ist hierbei eine ansprechende Verpackung. So mancher Personaler deutet schon von der Art, wie die Bewerbungsunterlagen arrangiert sind, darauf, ob der Kandidat wichtige Eigenschaften mitbringt. So kann anhand der Bewerbungsmappe auf Ordentlichkeit, Sorgfältigkeit oder strukturierte Arbeitsweise geschlossen werden. Ein weiterer Punkt, der sich aus der Mappe ablesen lässt ist sicherlich die Bedeutung, die der Kandidat der Stelle beimisst. Wer hier nur eine Klemmmappe oder einen Schnellhefter verwendet, der signalisiert nicht gerade sehr großes Interesse an der Position.

Bitte bedenken:

  • Wenig Zeit
  • Personaler oder Personalverantwortliche müssen oft dutzende, wenn nicht hunderte Bewerbungen in kurzer Zeit bearbeiten. Es ist also nicht verwunderlich, dass für die einzelne Bewerbung wenig Zeit bleibt. Oft werden Systeme verwendet, um auszusortieren. So kann es schon genügen, dass kein Foto dabei ist oder die Unterlagen irgendwie unvollständig sind, um in den Papierkorb zu wandern. Die Bewerbungsunterlagen sollten also so zusammengestellt und visuell aufbereitet sein, dass sie in kürzester Zeit alle wichtigen Informationen preisgeben und das auch noch in einer interessanten Art und Weise tun. Ist das Interesse erst einmal erregt, wird man sich auch mehr Zeit für die Bewerbung nehmen.

  • Wenig Platz
  • Der Umfang der Bewerbungsunterlagen ist nicht gerade gewaltig. In eine Standardmappe passen gerade einmal ein paar Blätter. Das ist auch gut so. Je mehr man in die Bewerbungsunterlagen reinpackt, desto redundanter wird das ganze. Die wichtigen Informationen lassen sich nur noch schwer von unwichtigem Beiwerk unterscheiden. Es ist also wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das zweiwöchige Praktikum vor 10 Jahren muss vielleicht nicht unbedingt als Zeugnis mit reingepackt werden.

  • Unzureichende Informationen
  • Leider haben wir in aller Regel keine Ahnung, wer die Bewerbung am Ende in die Hände bekommt. Wir können sie also nicht individuell maßschneidern. Die einzigen Informationen, die man so zur Verfügung hat, kommen aus der Stellenbeschreibung selber. Daher ist es sinnvoll bei der Zusammenstellung und Aufbereitung der Bewerbungsunterlagen auch nur diese Informationen mit einzubeziehen. Wenn dort nichts von Referenzen und Arbeitsproben steht, dass sollte man sie besser weglassen. Klar kann auch der Versuch unternommen werden, mit einer total individuellen Berwerbung Kreativität auszudrücken. Das kann aber auch nach hinten losgehen.

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